Vorgänge
Wiederzulassung online: abgemeldetes Auto wieder anmelden
Ihr Fahrzeug war abgemeldet und soll wieder auf die Straße? So funktioniert die Wiederzulassung online, welche Papiere nötig sind und wo die Grenzen liegen.
Aktualisiert am 29. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit
Typische Anlässe für eine Wiederzulassung
Eine Wiederzulassung beantragen Sie, wenn ein Fahrzeug außer Betrieb gesetzt war und wieder am Straßenverkehr teilnehmen soll. Häufige Gründe sind eine Winterpause beim Cabrio oder Motorrad, eine längere Reparatur, ein Auslandsaufenthalt oder der Kauf eines bereits abgemeldeten Gebrauchtwagens.
Das Fahrzeug ist beim Kraftfahrt-Bundesamt weiterhin erfasst, nur ohne gültige Zulassung. Deshalb lässt sich der Vorgang in vielen Fällen ohne Behördenbesuch erledigen, solange die Fahrzeugpapiere die nötigen Sicherheitscodes tragen.
Welche Unterlagen Sie bereithalten sollten
Die Zulassungsbescheinigung Teil I enthält nach der Abmeldung einen Vermerk über die Außerbetriebsetzung. Sie bleibt trotzdem das maßgebliche Dokument für die Wiederzulassung, werfen Sie sie also nicht weg.
- Zulassungsbescheinigung Teil I mit 7-stelligem Sicherheitscode
- Zulassungsbescheinigung Teil II mit 12-stelligem Sicherheitscode
- neue eVB-Nummer Ihrer Kfz-Versicherung
- Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung
- Bankverbindung für das SEPA-Mandat zur Kfz-Steuer
- Personalausweis oder Reisepass für das Foto-Ident
Stolperstein Hauptuntersuchung
Während der Stilllegung läuft die HU-Frist weiter. Ist sie inzwischen abgelaufen, lässt die Behörde das Fahrzeug nicht wieder zu. Sie müssen die Hauptuntersuchung dann zuerst nachholen.
Ohne Zulassung dürfen Sie zur Prüfstelle nicht einfach fahren. Möglich sind ein Transport auf dem Anhänger, eine Prüfung durch einen mobilen Prüfdienst oder ein Kurzzeitkennzeichen. Kurzzeitkennzeichen gibt es nicht online, sie werden bei der Zulassungsbehörde vor Ort beantragt.
Bekomme ich mein altes Kennzeichen zurück?
Nach einer Abmeldung halten viele Zulassungsbehörden das bisherige Kennzeichen eine Zeit lang für den letzten Halter frei. Wie lange, legt jede Behörde selbst fest. Liegt die Abmeldung innerhalb dieser Frist und sind die Schilder noch vorhanden, können Sie das Kennzeichen häufig weiterverwenden.
Ist die Frist abgelaufen oder wurde das Fahrzeug zwischenzeitlich verkauft, wird ein neues Kennzeichen zugeteilt. Auch ein Wunschkennzeichen ist möglich, für das zusätzlich 12,80 € amtliche Gebühr anfallen.
Haben Sie die alten Schilder noch, bewahren Sie sie bis zum Bescheid auf. Erst dann steht fest, ob das bisherige Kennzeichen wieder zugeteilt wird oder ob Sie neue Schilder benötigen.
Versicherung und Technik nach der Standzeit
Viele Kfz-Versicherer stellen den Vertrag nach einer Abmeldung automatisch auf eine sogenannte Ruheversicherung um, häufig für bis zu 18 Monate. Ihr Schadenfreiheitsrabatt bleibt dabei in der Regel erhalten. Fragen Sie vor der Wiederzulassung bei Ihrem Versicherer nach, ob der Vertrag reaktiviert wird, und lassen Sie sich die neue eVB-Nummer geben.
Nach einer langen Standzeit lohnt außerdem ein technischer Check vor der ersten Fahrt. Die Zulassung sagt nichts darüber aus, ob das Fahrzeug nach Monaten in der Garage verkehrssicher ist.
- Batterie laden oder ersetzen
- Reifendruck, Profil und Alter der Reifen prüfen
- Bremsen auf Festrost und Flüssigkeitsstände kontrollieren
Wo die Online-Wiederzulassung an Grenzen stößt
Liegt die Außerbetriebsetzung viele Jahre zurück, können die Fahrzeugdaten im zentralen Register bereits gelöscht sein. Ältere Fahrzeugpapiere, die vor 2015 ausgestellt wurden, tragen außerdem oft keine Sicherheitscodes. In beiden Fällen ist die Wiederzulassung nur vor Ort bei der Zulassungsbehörde möglich.
Bei Zulassung24 kostet die Wiederzulassung 134,90 € inklusive amtlicher Grundgebühr und 19 % Mehrwertsteuer. Die Entscheidung über den Antrag trifft die zuständige Zulassungsbehörde.
Häufige Fragen
Wie lange darf ein Fahrzeug abgemeldet bleiben?
Es gibt keine Höchstdauer für die Stilllegung. Je länger die Abmeldung zurückliegt, desto eher fehlen allerdings die Daten im Register oder die HU ist abgelaufen, was den Online-Weg verbaut.
Brauche ich neue Plaketten auf den Schildern?
Ja. Bei der Abmeldung werden die Stempelplaketten entfernt oder ungültig. Nach positivem Bescheid schickt Ihnen die Zulassungsbehörde neue Plaketten per Post, die Sie auf den Kennzeichenschildern anbringen.
Kann ich ein abgemeldetes Auto direkt auf mich wieder zulassen, wenn ich es gekauft habe?
Ja, die Wiederzulassung kann mit einem Halterwechsel verbunden werden. Sie brauchen dafür beide Zulassungsbescheinigungen mit lesbaren Codes, eine eigene eVB-Nummer und eine gültige Hauptuntersuchung.
Was kostet die Wiederzulassung insgesamt?
Der Vorgang selbst kostet bei Zulassung24 134,90 €. Hinzu kommen nur Positionen, die Sie selbst wählen, etwa neue Schilder für 29,90 € oder ein Wunschkennzeichen mit 12,80 € amtlicher Gebühr. Steuer und Versicherung laufen ab der Zulassung wieder.